Pferdefütterung im Herbst – gut versorgt durch den Fellwechsel 🍂
Der Herbst bringt für unsere Pferde einige Veränderungen mit sich: Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, das Gras wächst langsamer und gleichzeitig beginnt der Fellwechsel. Auch die Fütterung verändert sich – höchste Zeit also, die aktuelle Ration einmal genauer anzuschauen.
Von der Weide zur Winterfütterung
Mit abnehmendem Grasangebot wird Heu wieder zur wichtigsten Grundlage der Fütterung. Der Wechsel sollte möglichst schrittweise erfolgen, damit sich Verdauung und Darmflora an die veränderte Ration anpassen können.
Raufutter sollte hygienisch einwandfrei, möglichst staubarm und frei von Schimmel sein. Als allgemeine Orientierung werden etwa 1,5–2 kg Raufutter pro 100 kg Körpergewicht und Tag angesetzt – der tatsächliche Bedarf hängt jedoch vom einzelnen Pferd, seiner Haltung und seiner Leistung ab.
Herbstgras nicht unterschätzen
Auch wenn die Weiden im Herbst weniger üppig aussehen, ist Vorsicht geboten. Besonders die Kombination aus sonnigen Tagen und kalten Nächten kann für stoffwechsel- oder reheempfindliche Pferde problematisch sein.
Bei leichtfuttrigen, übergewichtigen oder rehegefährdeten Pferden sollte die Weide deshalb auch im Herbst entsprechend angepasst und das Pferd individuell beobachtet werden.
Fellwechsel: Mineralstoffversorgung überprüfen
Die Bildung des Winterfells fordert den Organismus zusätzlich. Gleichzeitig verändert sich durch den Rückgang des Weidegrases die Nährstoffversorgung.
Der Herbst ist deshalb ein guter Zeitpunkt, die Mineralstoffversorgung und die gesamte Futterration zu überprüfen. Ein Mineralfutter sollte dabei immer zum Grundfutter und zum tatsächlichen Bedarf des Pferdes passen.
In unserem Marstall-Sortiment stehen dafür beispielsweise Force, MineralOrganic+ oder der Stall-Riegel zur Verfügung.
Braucht mein Pferd zusätzlich Kraftfutter?
Nicht automatisch. Ein leichtfuttriges Freizeitpferd hat einen anderen Energiebedarf als ein intensiv gearbeitetes Sportpferd, ein Senior oder ein Pferd in der Zucht.
Raufutter bleibt immer die Basis. Kraft- und Ergänzungsfutter können dort sinnvoll eingesetzt werden, wo zusätzlicher Energie-, Protein- oder Nährstoffbedarf besteht. Entscheidend ist nicht die Menge im Futtertrog, sondern eine zum Pferd passende Gesamtration.
2026 besonders wichtig: Raufutter frühzeitig planen
Die Trockenheit und das geringe Graswachstum haben die Weidesaison dieses Jahr vielerorts deutlich beeinflusst. Auch die Raufutterversorgung kann dadurch zum Thema werden.
Wer nur begrenzte Heuvorräte zur Verfügung hat, sollte deshalb frühzeitig planen. Heucobs, Wiesencobs oder zusätzlich Kräuterwiese können – passend eingesetzt – eine Möglichkeit sein, die Raufutterration zu ergänzen.
Auch die Körperkondition des Pferdes sollte über Herbst und Winter regelmässig kontrolliert werden. So lässt sich die Fütterung rechtzeitig anpassen, bevor das Pferd deutlich zu- oder abnimmt.
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Gerne helfen wir euch auch bei Fragen zu den verschiedenen Marstall-Produkten weiter.
Unser Fazit
Im Herbst gilt vor allem: nicht nach Kalender füttern, sondern das eigene Pferd beobachten. Raufutterqualität, Weideangebot, Fellwechsel, Arbeitsleistung und Körperkondition bestimmen, was das einzelne Pferd tatsächlich benötigt.
Wer die Fütterung rechtzeitig überprüft und Veränderungen schrittweise vornimmt, schafft eine gute Grundlage für einen gesunden Start in die Wintermonate. 🍂🐴











